Elif Zeynep Ceren Korkmaz

ElifZeynepCerenKorkmaz


Ishtar und ihr Mythos-- Jahrtausend jähriger Mythos im theatralischen Kontext, ihre Bedeutung in der heutigen modernen Zeit als "Performance" Eine Anziehungskraft besteht darin, da es auch meine eigene Kultur widerspiegelt- meine Wurzeln sind Türkisch-Kurdisch, geboren in Deutschland, die mir eine individuelle und persönliche Sichtweise zu diesem Thema geben.

Interessant mich ist das Gilgamesch- Epos, welches vor allem thematisiert die nach der Suche der Unsterblichkeit und die Angst vor der Vergänglichkeit des Lebens. Mein wichtigster Fokus, auch eine Faszination, der Mythos Ishtar- der Abstieg Ishtars in die Unterwelt zu ihrer Schwester, der Schwarzlippigen Ereschkigal. Weshalb interessieren sich heute noch, Jahrtausende später, Menschen für sie, vereinigen in Ritualen mit ihr oder haben das bestreben, durch die Beschäftigung mit den Mythologien, die über sie überliefert worden sind, etwas über sich selbst zu erfahren?

Kurz gesagt, was sagt uns eine Ishtar uns im einundzwanzigsten Jahrhundert? Der Abstieg Ishtars in die Unterwelt ist uns bis heute nicht deutlich und ein Rätsel, welche Motivation Ishtar bewegte, um diese Reise in eine andere Welt. Vielleicht ist es auf einer psychologischen Ebene oder auch einfach ein Teil ihres expansiven und abenteuerlustigen Wesens, alle Bereiche des Lebens in all ihrer Formen kennenzulernen/ erleben/ überleben, ihr göttlicher Wille in eine andere Dimension zu kehren, Innovation oder pure Neugier des Wesens?

Wenn wir also diese Texte beurteilen wollen (unsere "Kriterien" sind ganz andere) müssen wir uns zunächst einmal unserer eigenen "beschränkten" Sichtweise bewusst sein. Die Zentrale Figur in meiner Masterarbeit ist Ishtar, die Bedeutung des Daseins und der Konflikt/ Dialog, die Auseinandersetzung zwischen Ereschkigal.

Ishtar, Ereschkigal sind Kernfiguren und das Geschlechtlose Wesen, Asushunamir welches Ishtar zurück zur Erde rettet.

Diese dramatische Szene will ich untersuchen in Emotionen, Atmosphäre durch Klänge, orientalische rauerlieder, fremde Klänge, Operngesang mit Improvisation musikalisch darzustellen -mein Untersuch liegt auch darin einen Mix aus "Performance", "Tanz" und "Opern" zu inszenieren.

Es besteht darin, wie ich mythologische / Göttliche Figuren, Bildsymbole, Sprache/ Schrift, Form, Kultur, antiken Elemente in eine theatralische Form übersetzen kann und eine individuelle ästhetische, theatralische Bildsprache entwicklen kann. Besonders inspirierend und wichtig für meinen kreativen Prozess ist auch, ein Untersuch in Material. Kostümentwürfe entwickeln und entstehen aus : Material, Farbe und Form in eine theatralische Form interpretieren. Moderne Materialen und antike Elemente im Kontrast. Lichtelemente sind auch von großer Bedeutung für die "Performance" - durch Lichtatmosphäre, Lichttechnik will ich untersuchen die zwei Welten in "Raum/ Ort" zu definieren.

Der Mythos von Leben und Tod, - wie prägend ist das Thema- Konflikt zwischen Leben und Tod, welche Gedankenströme in uns fließen, wie lebende über den Tod denken und auseinandersetzen, die Wichtigkeit des Todes/ der Toten?

Das "Leben" sehe ich als Paradies und Harmonie mit der Natur, wodurch der "Tod" somit an Wichtigkeit erleichtert wird- ein "Leben" nach dem "Tod"? Ishtar ist das Sinnbild der Weiblichkeit, Fruchtbarkeit und Sexualität. Aus der Erde gehen wir hervor, die Erde ernährt uns, in die Erde kehren wir wieder zurück- die Erde bringt Geburt, Leben und Tod.
© 2010 Theaterkostuum [Theater Costume] - Koniklijke Academie Voor Schone Kunsten [Royal Academy of Fine Arts] - AP Hogeschool Antwerpen | design by ALBERTcan